Über Ptuj nach Bled

Über Ptuj nach Bled

Heute morgen bin ich schon ziemlich früh zuerst nach Ptuj gefahren, wo ich nach meiner Ankunft zuerst einmal gefrühstückt habe. Danach bin ich ca. 3 Stunden durch die Stadt spaziert und habe natürlich auch dort ein paar Fotos gemacht, die ihr euch hier ansehen könnt. Gegen halb 12 habe ich mich dann auf den Weg nach Bled gemacht, etwa 200 Kilometer weiter westlich gelegen, auf überwiegend gut ausgebauten Gebirgsstraßen. Und natürlich habe ich auch unterwegs oft angehalten um Fotos zu machen oder einfach nur die Landschaft zu genießen.

Und obwohl das Wetter eigentlich überwiegend sonnig war, wurde es dann in den höheren Lagen doch zeilweise etwas frisch. Da oben bin ich unter anderem an einem kleinen See vorbeigefahren, der noch teilweise zugefroren war. An einer tiefer gelegenen sonnigen Gebirgswiese habe ich dann auch noch ein längeres Päuschen eingelegt, mich wieder etwas aufgewärmt, den Gaskocher angeworfen und mir noch ein „Käffchen on the go“ genehmigt.

Gegen 15 Uhr bin ich hier am Campingplatz am Bleder See angekommen. Der liegt wirklich sehr schön am Ufer des Sees und hier werde ich auch 2 oder 3 Tage bleiben, denn ich möchte von hier aus auch noch ein paar Touren u.a. über den Vrsic-Pass und die Wintersportorte Krajnska Gora und Planica unternehmen. Und wenn das Wetter weiter mitspielt, steht auch noch eine Wanderung durch den angrenzenden Triglav Nationalpark auf dem Zettel.

Erstmal hier am Bleder See häuslich eingerichtet und dann gleich mal von Jette und Meikel aus Dänemark, die mit ihrem Wohnmobil über den Balkan touren, zum Empfangs-Bierchen eingeladen worden. Danach bin ich dann noch eine Runde um den See gegangen. Die Runde ist knapp 6 Kilometer lang und unterwegs zogen ein paar dunkle Wolken auf, es blieb aber trocken. Ein paar Fotos habe ich schon auf meinem Insta-Account hochgeladen, könnt ihr euch dort ansehen. Einfach im nächsten Absatz auf den Link klicken. Gleich habe ich mir das Abendessen dann aber auch redlich verdient. Heute gibt es Burger vom Gasgrill, dazu selbst gemachten Salat.

Morgen früh werde ich sicher noch ein paar mehr Fotos machen und die gibt es dann auch hier im Blog. Jetzt muss ich aber erstmal meine Campingküche vorbereiten, ich habe nämlich Kohldampf. Grüße aus Slowenien.

Ihr könnt auch gerne meinem Instagram-Account folgen oder vielleicht seid ihr auch bei Facebook aktiv, dort findet ihr mich hier.

Maribor

Maribor

Gestern Abend und heute habe ich Maribor etwas erkundet. Ich bin vor etlichen Jahren schon einmal hier gewesen, allerdings „nur“ im Rahmen einer Mannschaftstour. Und da kann man nicht wirklich von Erkunden sprechen, wenn man mal von den örtlichen Lokalitäten absieht. Nach meiner Rückkehr zum Campingplatz habe ich den Abend bei ein paar Bierchen mit ein paar Bikerkollegen aus Hessen dann gemūtlich ausklingen lassen.

Tagsüber herrschen hier sehr angenehme Temperaturen um die 20 Grad, allerdings wird es nachts noch ziemlich frisch. Deshalb haben wir auch unsere gestrige abendliche Runde schon um 21 Uhr beendet, sonst wäre uns nachher noch das Bier in der Hand eingefroren. Dank eines sehr guten Schlafsacks und einer Luftmatratze mit integrierter Thermomatte habe ich dann die nächtlichen 4 Grad Celsius auch selig träumend überlebt.

Maribor liegt an der Drau, hat etwas über 100.000 Einwohner und hat, wenn man mal von den am Stadtrand liegenden Industrieanlagen absieht, auch einiges an Sehenswertem zu bieten. Schöne alte Gassen mit einem erstaunlich vielfältigen Angebot an Restaurants , Bars und Cafes, wo ich heute auch noch einige Male halt gemacht habe. Dort habe ich auch gestern Abend noch eine äußerst leckere Pilzsuppe gegessen, sehr zu empfehlen!

Mit den Leuten kommt man ziemlich schnell ins Gespräch und ich habe heute festgestellt, dass sehr viele auch Deutsch sprechen, was angesichts der Nähe zu Österreich nicht verwundert, die Konversation aber zumindest einfach macht. Wenn ich da an meine letztjährige Reise denke, wo man sich oft nur per App oder mit Händen und Füßen „unterhalten“ konnte… Holla die Waldfee.

Und da habe ich mir heute auch gleich ein paar Tipps abgeholt, was man sich dann noch so ansehen könnte. Nach einem längeren Spaziergang durch den Ort bin ich heute im Anschluss dann mal auf den Hausberg Piramida gestiefelt. Der liegt quasi direkt hinter dem Stadtzentrum und ein Weg durch einen Weinberg führt dort hinauf.

Was sich allerdings als ziemlich schweißtreibend herausstellte, denn der Weg ist schon mordsmäßig steil. Weshalb ich dann zumindest für den Rückweg auch die Seilbahn genommen habe, schließlich muss man sich ja nicht gleich am ersten Tag verausgaben. Ich habe keine Ahnung ob Maribor jetzt nicht gerade eine Touristenhochburg ist, jedenfalls war es heute ziemlich leer auf den Straßen.

Bei meiner Rückkehr auf den übrigens sehr schnuckligen und sehr sauberen Campingplatz hat mir der Platzchef Marian dann noch empfohlen, mal eine Kajak- oder Floßfahrt auf der Drau zu machen. Da ich aber heute schon an der Drau spazieren war und da nur mal eine Hand ins Wasser gehalten habe, habe ich das dankend abgelehnt. Hier gibt es zwar an jeder Ecke Frostschutz in Form von Sliwowitz, aber ich will ja morgen schon weiterfahren.

Da ich heute keine Lust mehr habe mir selbst etwas zu brutzeln, habe ich mir eben im Restaurant des Campingplatzes noch einen kleinen Teller landestypischer Balkankost genehmigt. Morgen früh werde ich dann, mit einem kleinen Zwischenstop in Ptuj, Sloweniens ältester Stadt, durch die slowenischen Berge in den Westen des Landes, nach Bled, fahren. Dort am Bleder See soll es ebenfalls einen schönen Campingplatz geben und ich denke, dass die sicher für The Big 1, meine Dackelhütte und mich nochn Plätzchen frei haben.

Ein paar Fotos aus Maribor gibt es hier. Einen schönen Abend noch und Grüße aus Slowenien.

Erstes Ziel erreicht: Maribor

Erstes Ziel erreicht: Maribor

In Maribor bin ich heute gegen 16 Uhr angekommen. Und der Tag hielt vieles bereit… Nach dem Frühstück bei meinem Kumpel Beppi habe ich mich dann früh auf den Weg gemacht, denn es standen noch über 400 Kilometer quer durch die Alpen auf dem Programm. Und in den bayrischen Alpen war es auch noch recht frisch, 2° zeigte das Thermometer und der Himmel war grau. In Kitzbühel/Österreich riss zumindest der Himmel vorübergehend mal auf bei immerhin 8°.

Allerdings erwartete mich eine halbe Stunde später dann eine eher ungeplante Überraschung, denn auf der Felbertauernstraße war die Straße zwar geräumt, aber es lag links und rechts Schnee. Bei Temperaturen von 0° habe ich dann einfach mal darauf vertraut, dass die Ösis die nasse Straße auch gestreut haben. Hatten sie offensichtlich, kein Rutscher oder schlimmeres. Allerdings fing es dann auf knapp 1670 Metern, kurz vor dem Eingang zum Tunnel, auch noch leicht an zu schneien. Da hab ich mir dann auch noch einen Pulli unter der Jacke angezogen und die Griffheizung angeworfen, denn die Finger waren dann doch etwas klamm.

Auf der anderen Seite des Felbertauerntunnels, etwas 1000 Meter tiefer, wurde es dafür aber wieder angenehm. Zweistellige Temperaturen, also Pulli und Griffheizung wieder aus. In Villach habe ich noch eine kleine Kaffeepause eingelegt, bevor es dann ohne weitere ‚Zwischenfälle‘ weiter ging. Zumindest wenn man davon absieht, dass mir ein etwas ambitionierter slowenischer Autofahrer in einer 180°-Kehre auf dem Wurzenpass auf meiner Seite entgegen kam. Ich bin dann links in der Rechtskurve an ihm vorbei, rechts wäre eng geworden…

Hier in Maribor habe ich gerade mein Zelt im Camping Center Kekec aufschlagen. Hier habe ich mit ein paar Bikern aus Hessen ein kleines Zeltlager errichtet. Der Platz liegt im südlichen Teil von Maribor vor einem angrenzenden Waldstück und ist noch von ein paar Hotels umgeben. Ein Supermarkt ist auch fußläufig erreichbar, da werde ich mir nachher noch etwas zu brutzeln und zu trinken besorgen. Heute Abend und morgen werde ich mich dann mal etwas im Städtchen umsehen und übermorgen geht es mit einem kurzen Zwischenstopp in Ptuj wieder quer durchs Land zum Bleder See.

Auch für diese Etappe habe ich mir wieder eine schöne Strecke durch die Berge ins Navi geklöppelt. Morgen gibt’s dann auch ein paar Fotos von Maribor. Das war es wieder in aller Kürze, Grüße aus Slowenien.