Der Bleder See, Krajnska Gora, Planica und der Vrsic-Pass

Der Bleder See, Krajnska Gora, Planica und der Vrsic-Pass

Nach einem erneuten und diesmal frühen Spaziergang um den See heute morgen, dieses mal auch bei besserem Wetter, habe ich anschließend noch eine kleine Tour in die angrenzenden Wintersportgebiete von Slowenien gemacht. Krajnska Gora und Planica dürften ja Wintersportfans ein Begriff sein. Aber es ist auch sonst eine tolle Gegend da oben, nicht nur im Winter. Die wunderschön gelegenen Bergseen haben es mir besonders angetan. Etwa 2 Stunden habe ich die Gegend etwas erkundet, ein paar Fotos des Gebietes um Krajnska Gora und Planica könnt ihr euch hier ansehen. Fotos von meinem Spaziergang um den Bleder See gibt es hier.

Zurück bin ich dann über den Vršič-Pass gefahren. Er ist mit knapp über 1600 Metern der höchste Straßenpass Sloweniens und die kurvenreiche Panoramastraße ist ein Klassiker für Radsportler und Motorradfahrer. Aber auch ein heimtückischer, denn die zahlreichen 180°-Kehren sind mit Kopfsteinpflaster garniert. Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat aber vielleicht ist ja Asphalt Mangelware in Slowenien. In einer der Kehren habe ich noch zwei andere Motorradfahrer, Holländer, getroffen. Kurzes Benzingespräch, eine gemeinsame Zigarette und wir waren uns einig, dass diese Strecke trotz Kopfsteinpflaster schon ziemlich genial ist, vor allem landschaftlich. Die beiden düsten dann wenig später in die entgegengesetzte Richtung weiter.

Unterwegs gibt es dort auch reichlich Übernachtungsmöglichkeiten in Berghütten, falls mal jemand Interesse haben sollte. Auch hier habe ich ein paar Mal angehalten und Fotos gemacht, die gibt es hier. Kleiner Fun-Fact heute morgen auf dem Campingplatz. Ich bin ja jetzt nicht so der typische Frühstücker, abgesehen vom morgendlichen Kaffee. Vor 10 Uhr feste Nahrung – nicht so mein Ding. Den Kaffee habe ich mir heute früh in dem kleinen „Restaurant“ am Campingplatz genehmigt, während ich mit  Miro, dem Betreiber des Platzes, noch ein Schwätzchen gehalten habe.

Und Miro wollte mich dann überzeugen, dass man ohne Frühstück nicht losgehen oder fahren könne. Und er hat mich dann solange bequatscht, so dass ich dann eingewilligt habe, etwas zu essen. „Irgendwas typisch Slowenisches“ habe ich dann auf seine Frage, was ich denn haben wollte, geantwortet. „Und nicht so viel…“ 5 Minuten später steht Miro wieder am Tisch, grinst wie ein slowenisches Honigkuchenpferd und hält mir einen Teller mit einer übergroßen Sahne-Cremeschnitte unter die Nase. „Nicht dein Ernst?“ sage ich zu ihm und habe ihn wahrscheinlich so entgeistert dabei angesehen, als hätte ich gerade erfahren, dass ich 6 Richtige im Lotto hatte.

Die Cremeschnitte war im übrigen so groß, dass ich wirklich kurz überlegt habe, ob ich sie als Sozius auf dem Motorrad anmelden muss. Sie war bestimmt auch köstlich, allerdings bin ich für so süßes Zeug höchstens einmal im Jahr zu haben. Und dieses eine Mal war nicht heute! Und erst recht nicht zum Frühstück! Während Miro mittlerweile, wahrscheinlich wegen meines entsetzten Gesichtsausdrucks, in einem kleinen Lachflash gefangen war, konnte ich ihm aber dann glaubhaft versichern, dass ich ihm die Cremeschnitte unverdaut entgegen spucken würde, wenn er auf ihrem Verzehr bestehen würde.

Das hat er mir wohl geglaubt, wenn auch etwas widerwillig. Danach habe ich mich schnell verdrückt, bevor er noch auf andere Gedanken gekommen wäre. Morgen werde ich dann noch eine Wanderung durch den ebenfalls nicht weit entfernten Triglav Nationalpark machen, bevor es dann übermorgen mit einem Zwischenstopp in Ljubljana und der Höhlenburg Predjama nach Kroatien geht. Und jetzt erstmal Futter fassen, diesmal im Restaurant. Grüße aus Slowenien.

Über Ptuj nach Bled

Über Ptuj nach Bled

Heute morgen bin ich schon ziemlich früh zuerst nach Ptuj gefahren, wo ich nach meiner Ankunft zuerst einmal gefrühstückt habe. Danach bin ich ca. 3 Stunden durch die Stadt spaziert und habe natürlich auch dort ein paar Fotos gemacht, die ihr euch hier ansehen könnt. Gegen halb 12 habe ich mich dann auf den Weg nach Bled gemacht, etwa 200 Kilometer weiter westlich gelegen, auf überwiegend gut ausgebauten Gebirgsstraßen. Und natürlich habe ich auch unterwegs oft angehalten um Fotos zu machen oder einfach nur die Landschaft zu genießen.

Und obwohl das Wetter eigentlich überwiegend sonnig war, wurde es dann in den höheren Lagen doch zeilweise etwas frisch. Da oben bin ich unter anderem an einem kleinen See vorbeigefahren, der noch teilweise zugefroren war. An einer tiefer gelegenen sonnigen Gebirgswiese habe ich dann auch noch ein längeres Päuschen eingelegt, mich wieder etwas aufgewärmt, den Gaskocher angeworfen und mir noch ein „Käffchen on the go“ genehmigt.

Gegen 15 Uhr bin ich hier am Campingplatz am Bleder See angekommen. Der liegt wirklich sehr schön am Ufer des Sees und hier werde ich auch 2 oder 3 Tage bleiben, denn ich möchte von hier aus auch noch ein paar Touren u.a. über den Vrsic-Pass und die Wintersportorte Krajnska Gora und Planica unternehmen. Und wenn das Wetter weiter mitspielt, steht auch noch eine Wanderung durch den angrenzenden Triglav Nationalpark auf dem Zettel.

Erstmal hier am Bleder See häuslich eingerichtet und dann gleich mal von Jette und Meikel aus Dänemark, die mit ihrem Wohnmobil über den Balkan touren, zum Empfangs-Bierchen eingeladen worden. Danach bin ich dann noch eine Runde um den See gegangen. Die Runde ist knapp 6 Kilometer lang und unterwegs zogen ein paar dunkle Wolken auf, es blieb aber trocken. Ein paar Fotos habe ich schon auf meinem Insta-Account hochgeladen, könnt ihr euch dort ansehen. Einfach im nächsten Absatz auf den Link klicken. Gleich habe ich mir das Abendessen dann aber auch redlich verdient. Heute gibt es Burger vom Gasgrill, dazu selbst gemachten Salat.

Morgen früh werde ich sicher noch ein paar mehr Fotos machen und die gibt es dann auch hier im Blog. Jetzt muss ich aber erstmal meine Campingküche vorbereiten, ich habe nämlich Kohldampf. Grüße aus Slowenien.

Ihr könnt auch gerne meinem Instagram-Account folgen oder vielleicht seid ihr auch bei Facebook aktiv, dort findet ihr mich hier.

Maribor

Maribor

Gestern Abend und heute habe ich Maribor etwas erkundet. Ich bin vor etlichen Jahren schon einmal hier gewesen, allerdings „nur“ im Rahmen einer Mannschaftstour. Und da kann man nicht wirklich von Erkunden sprechen, wenn man mal von den örtlichen Lokalitäten absieht. Nach meiner Rückkehr zum Campingplatz habe ich den Abend bei ein paar Bierchen mit ein paar Bikerkollegen aus Hessen dann gemūtlich ausklingen lassen.

Tagsüber herrschen hier sehr angenehme Temperaturen um die 20 Grad, allerdings wird es nachts noch ziemlich frisch. Deshalb haben wir auch unsere gestrige abendliche Runde schon um 21 Uhr beendet, sonst wäre uns nachher noch das Bier in der Hand eingefroren. Dank eines sehr guten Schlafsacks und einer Luftmatratze mit integrierter Thermomatte habe ich dann die nächtlichen 4 Grad Celsius auch selig träumend überlebt.

Maribor liegt an der Drau, hat etwas über 100.000 Einwohner und hat, wenn man mal von den am Stadtrand liegenden Industrieanlagen absieht, auch einiges an Sehenswertem zu bieten. Schöne alte Gassen mit einem erstaunlich vielfältigen Angebot an Restaurants , Bars und Cafes, wo ich heute auch noch einige Male halt gemacht habe. Dort habe ich auch gestern Abend noch eine äußerst leckere Pilzsuppe gegessen, sehr zu empfehlen!

Mit den Leuten kommt man ziemlich schnell ins Gespräch und ich habe heute festgestellt, dass sehr viele auch Deutsch sprechen, was angesichts der Nähe zu Österreich nicht verwundert, die Konversation aber zumindest einfach macht. Wenn ich da an meine letztjährige Reise denke, wo man sich oft nur per App oder mit Händen und Füßen „unterhalten“ konnte… Holla die Waldfee.

Und da habe ich mir heute auch gleich ein paar Tipps abgeholt, was man sich dann noch so ansehen könnte. Nach einem längeren Spaziergang durch den Ort bin ich heute im Anschluss dann mal auf den Hausberg Piramida gestiefelt. Der liegt quasi direkt hinter dem Stadtzentrum und ein Weg durch einen Weinberg führt dort hinauf.

Was sich allerdings als ziemlich schweißtreibend herausstellte, denn der Weg ist schon mordsmäßig steil. Weshalb ich dann zumindest für den Rückweg auch die Seilbahn genommen habe, schließlich muss man sich ja nicht gleich am ersten Tag verausgaben. Ich habe keine Ahnung ob Maribor jetzt nicht gerade eine Touristenhochburg ist, jedenfalls war es heute ziemlich leer auf den Straßen.

Bei meiner Rückkehr auf den übrigens sehr schnuckligen und sehr sauberen Campingplatz hat mir der Platzchef Marian dann noch empfohlen, mal eine Kajak- oder Floßfahrt auf der Drau zu machen. Da ich aber heute schon an der Drau spazieren war und da nur mal eine Hand ins Wasser gehalten habe, habe ich das dankend abgelehnt. Hier gibt es zwar an jeder Ecke Frostschutz in Form von Sliwowitz, aber ich will ja morgen schon weiterfahren.

Da ich heute keine Lust mehr habe mir selbst etwas zu brutzeln, habe ich mir eben im Restaurant des Campingplatzes noch einen kleinen Teller landestypischer Balkankost genehmigt. Morgen früh werde ich dann, mit einem kleinen Zwischenstop in Ptuj, Sloweniens ältester Stadt, durch die slowenischen Berge in den Westen des Landes, nach Bled, fahren. Dort am Bleder See soll es ebenfalls einen schönen Campingplatz geben und ich denke, dass die sicher für The Big 1, meine Dackelhütte und mich nochn Plätzchen frei haben.

Ein paar Fotos aus Maribor gibt es hier. Einen schönen Abend noch und Grüße aus Slowenien.