Bitola

Bitola

Bitola ist die zweitgrößte Stadt Nordmazedoniens, sie liegt südwestlich relativ nahe an Albanien und noch näher, etwa 14 Kilometer, an Griechenland. In der osmanischen Zeit war Bitola bekannt als die „Stadt der Konsuln“, allerdings ist von dem alten Glanz nicht mehr viel geblieben. Aber Bitolas Geschichte reicht bis in die Antike zurück und in der unweit des Zentrums liegenden Ausgrabungsstätte Heraclea Lyncestis kann man sich mit etwas Phantasie eine ehemals blühende Stadt vorstellen. Es tat aber trotzdem ganz gut mal wieder etwas ’normales‘ zu sehen, nachdem ich in den vergangenen Tagen von Skulpturen, Denkmälern und Prunkbauten in Skopje förmlich erschlagen wurde. Zudem habe ich hier in Bitola auch wieder eine zentral gelegene und sehr schöne Unterkunft gefunden. Und noch etwas hat mich nach Bitola geführt: Ein privat geführtes kleines Museum, in dem auch Fahrzeuge zu besichtigen sind. Das alleine war schon Grund genug, hierher zu kommen.

Im Gegensatz zu Skopje hat Bitola außer diverser Moscheen, der schon erwähnten Ausgrabungsstätte, einem osmanischen Basar und die Sirok Sokak, die Hauptfußgängerzone, auch nicht viel mehr zu bieten. Da ich nicht wusste wieviel Zeit ich für das kleine Museum einplanen sollte, hatte ich vorsichtshalber auch hier 2 Übernachtungen gebucht. Und ich war gestern Abend sehr überrascht, was in dieser doch relativ kleinen Stadt ohne erwähnenswerten Tourismus so los ist. Scheinbar die halbe Stadt war mit Kind und Kegel unterwegs und flanierte durch die Fußgängerzone, fast alle der reichlich vorhandenen Bars und Restaurants voll besetzt und um 21 Uhr gab es noch ein kleines Konzert einer bekannten mazedonischen Popband, ich habe den Namen leider vergessen, die auf Promo-Tour sind. Bis kurz vor Mitternacht habe ich mich dort aufgehalten und als ich mich auf den kurzen Weg zum Appartement gemacht habe, war es auch noch nicht entscheidend leerer geworden.

Heute morgen habe ich mich dann nochmal bei Tageslicht etwas im Städtchen umgesehen, ein paar Fotos gemacht, Käffchen getrunken und bin dann gegen 10 Uhr in das etwa 5 Kilometer entfernt liegende kleine ‚Auto- und Ethno-Museum‘ im Dorf Krklino gefahren. Ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, dass in diesem Dorf, das eigentlich nur aus vielleicht 10 Häusern besteht, ein Museum beheimatet ist. Gleich an der Gartentür winkte mich ein Mann etwa in meinem Alter zu sich, der dort vor der Tür eines Hauses saß. Um sein Knie eine ziemlich gewagte Konstruktion aus Edelstahl, wie ich später erfuhr, hatte Alexandar, der Besitzer dieses Museums, gerade eine ziemlich komplizierte Knie-OP hinter sich. Alexander sprach kein Englisch, dafür aber sein Sohn Philip. Und bevor ich eine Führung bekam, gab es erstmal Kaffee vor dem Haus. Auf dem nachfolgenden Bild ist übrigens Alexandar im zarten Alter von 17 Jahren und darunter seine Eltern bei ihrer Hochzeit.

Philip hat mich dann etwa eine Stunde durch das Museum geführt und mir einiges erklärt. Wobei man das Wort Museum nicht zu wörtlich nehmen sollte. Hier standen Sammlerstücke aus fast 50 Jahren teilweise eng zusammen, teilweise etwas angestaubt, viele Motorräder z.B. unrestauriert. Und viele dürften unter den zwei- und vierrädrigen Exponaten auch deutsche Fabrikate erkennen. Ansonsten wird in diversen Häusern auf dem durchaus schicken Anwesen der Familie alles eben da hingestellt, wo es hin passt. Der in jugoslawischer Lizenz gebaute Fiat 500 z.B. steht im Frühstückszimmer des Hauses, in dem die Familie noch 6 Zimmer zur Vermietung bereitstellt. Ein Flugzeug steht im Garten und eine schön restaurierte Scheune beherbergt eine Armee von Fahrrädern, teils noch aus beiden Weltkriegen. Als Gimmick dient das Untergestell einer alten Singer-Nähmaschine jetzt als Zaun. Ein buntes Sammelsurium, trotzdem sehr interessant! Und die umgerechnet 2 € Eintritt haben sich in jedem Fall gelohnt. 👍

Zum Abschluss haben wir vor der Tür noch etwas zusammen gesessen. Dabei hat Alexandar dann erzählt, dass er vieles noch gerne restaurieren würde, ihm aber oft die Teile fehlen würden. Ich fand es trotzdem beeindruckend, wie man so viele Dinge aus unterschiedlichen Bereichen über die Jahre zusammentragen konnte. Vater und Sohn waren übrigens sehr freundliche Männer, trotzdem kam ich leider nicht darum herum, den selbst gebrannten Rachenputzer Raki der Familie zu probieren. Gott sei Dank nur einer… Einige Bilder aus dem ‚Auto- und Ethno-Museum‘ habe ich mal in eine separate Galerie gepackt, die könnt ihr euch hier ansehen.

Anschließend habe ich The Big 1 wieder am Appartement abgestellt und bin noch etwas durch die nahe am Zentrum liegende Ausgrabungsstätte Heraclea gegangen und habe dort noch etwas Kultur geschnuppert. Jetzt isses aber auch erstmal genug damit, nach diesem kleinen Beitrag über Bitola, von dem ihr hier noch Fotos ansehen könnt, werde ich dann heute Abend nochmal Futter fassen und sehen, wo ich morgen in Griechenland als erstes hinfahre. Grobe Richtung ist Thessaloniki, eventuell fahre ich auch erstmal durch bis Chalkidiki, suche mir dort einen netten Campingplatz an der Ägäis und halte erstmal für ein paar Tage die Füße ins Wasser. So ganz ohne Besichtigungen, einfach nur Urlaub. Schaun mer mal… Bis dahin, Grüße aus Bitola.

Skopje/Nordmazedonien

Skopje/Nordmazedonien

Gestern bin ich also nach Skopje gefahren, die Stadt Alexander des Großen und der Geburtsort von Mutter Theresa. Aber der Weg führte nicht gleich ins Zentrum, sondern ich bin erst einmal vor der Stadt auf einen Feldweg abgebogen und etwa einen Kilometer durch die Pampa gefahren. Leider stellte sich dieser Weg als große Müllkippe dar, keine Seltenheit auf dem Balkan. Die letzten 50 Meter musste ich wirklich buchstäblich durch den Müll fahren um zu meinem Ziel, dem historischen Aquädukt von Skopje, zu gelangen. Zumindest dort sah es dann wieder halbwegs normal aus. Traurig, dass man diesem eigentlich noch gut erhaltenen und etwa 400 Meter langen Objekt offensichtlich keine Beachtung mehr schenkt.

Danach bin ich etwa 20 Kilometer um die Stadt herum gefahren, auf dem Berg Vodno wollte ich mir auch etwas ansehen. Hoch über den Dächern von Skopje bilden nämlich das Millenniumskreuz und der neue Funkturm auf dem Gipfel des Berges ein unübersehbares Duo. Die beiden ungleichen Riesen prägen quasi die Skyline der nordmazedonischen Hauptstadt. Das Millenniumskreuz wurde im Jahr 2002 erbaut und soll mit seinen 66 Metern Höhe an zwei Jahrtausende Christentum erinnern. Nachts wird es im übrigen – wie einiges andere auch in Skopje – erleuchtet und ist dann von fast jedem Punkt der Stadt aus sichtbar. In unmittelbarer Nachbarschaft ragt der noch relativ neue, 155 Meter hohe Telekommunikationsturm in den Himmel, ein ziemlich futuristisches Bauwerk. Allerdings war der Weg zu den beiden Riesen nicht einfach…

Denn die Straße die dort hochführt, die wird gerade neu gemacht. Und da muss ich doch tatsächlich irgendwo ein Schild übersehen haben 😎, dass die Straße im Moment gesperrt ist. Ich habe mich dann mal zwischen Baufahrzeugen und Material nach oben durchgewühlt und als ich dort ankam, gab es erstmal Mecker. Da stand nämlich so ein Männlein mit Schutzhelm und Warnweste und der notierte sich gerade etwas. Dann hat er mich erstmal ernst angeguckt und mir irgendetwas mazedonisch -vermutlich unfreundliches – um die Ohren gepfeffert und dazu wild mit den Händen gerudert. Ich habe mich dann mal blöd gestellt, mit den Schultern gezuckt und ‚Germania‘ gesagt, was ihn dann dazu bewegte auf mein Nummernschild zu sehen und auch wieder ruhiger zu werden.

Ich habe ihm dann auf Englisch gesagt, dass ich nur ein paar Fotos machen wollte und dann würde ich wieder verschwinden. Zuerst wollte er mich gleich wieder zurückschicken, ohne Fotos. Also mal den treuen Dackelblick aufgesetzt und ihm erzählt, dass ich extra aus Deutschland angereist wäre, um das Metallkreuz und den Turm zu fotografieren. Keine Ahnung ob es der Dackelblick war, jedenfalls hat er mir dann Fotos erlaubt. Als ich ihn dann noch gefragt habe, ob ich – eventuell – The Big 1 mal vor dem Kreuz postieren dürfte, da wurde er wieder lauter. Ich habe mich dann trotzdem bedankt und mich lieber mal vom Acker gemacht. Bevor er noch Polizei oder gleich die Armee benachrichtigen würde. Ich sollte aber auch in Zukunft besser aufpassen, nicht dass ich nochmal ein Schild übersehe… Übrigens fährt dort normal auch eine Seilbahn hinauf, allerdings ist die im Moment auch außer Betrieb, Bauarbeiten.

Ein Stückchen weiter habe ich an einem Bistro angehalten und erstmal etwas kaltes zu trinken bestellt, denn gestern zeigte das Thermometer dann doch deutlich über 30° an. Und mich dann mit Mario, meinem Vermieter, in Verbindung gesetzt. Und schon eine halbe Stunde später trafen wir uns, ich konnte mit dem Motorrad gleich in die Tiefgarage fahren und wir fuhren mit dem Aufzug hoch in meine neue Unterkunft. Übergabe ging fix und das Appartement ist wirklich sehr gut ausgestattet. Die Waschmaschine habe ich wenig später gleich mal angeworfen und selbst Zahnpasta hätte ich hier nicht mitbringen müssen. Erste Sahne! Dazu reichlich Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe und nur knappe 10 Minuten Fußweg bis zum Zentrum. Beim einem kurzen Einkauf habe ich dann Els kennengelernt, Holländerin aus Eindhoven. Und mit ihr habe ich gestern Abend gleich mal eine kleine Besichtigungsrunde gestartet, hier gibt es ein paar Fotos aus dem abendlichen Skopje.

Gestern Abend und auch heute habe ich so bei mir gedacht: „Hat hier ein Architekt etwas falsches geraucht oder eingeworfen?“ Die Innenstadt ist wirklich wie ein wilder Mix aus antiken Göttern, sozialistischen Betonklötzen und osmanischen Basaren, so als hätte jemand im Geschichtsbuch wild herumgeblättert, auf die Bilder gezeigt und gesagt: „Ja, gib mir alles davon! Reichlich! Und vor allem mehr Statuen und Springbrunnen!“ Es wirkt auf einen, als würde man im Bühnenbild einer Oper spazieren, wobei der größte Umbau erst im Jahr 2014 erfolgte, sehr teuer war und selbst bei den Einheimischen nicht unumstritten. Wenn man dann z.B. aus der Innenstadt nur knappe 2 Kilometer weiter geht, sieht man den Kontrast besonders deutlich. Leer stehende Bauruinen, teils alte verfallene Häuser, daneben mal wieder ein modernerer Betonklotz, das genaue Gegenteil der Innenstadt. Passt irgendwie nicht wirklich und man fühlt sich von den ganzen Statuen förmlich erschlagen. Zumindest der auf dem ganzen Balkan verehrten und aus Skopje stammenden Mutter Theresa hat man im ganzen Bühnenbild auch eine kleine Kirche gebaut, Statuen von ihr stehen in fast jeder größeren Stadt des Balkans.

Ich habe heute auch länger mit Mario und seinem Vater darüber gesprochen. Gerade der Vater vertritt die Meinung, dass man für das Geld das investiert wurde, besser die alten osmanischen Stadthäuser saniert und nicht abgerissen hätte, was dann auch besser zum Charakter und der Geschichte der Stadt gepasst hätte. Da ist wohl noch reichlich Dampf auf dem Kessel… Nichts desto trotz habe ich natürlich auch heute am Tag noch Fotos gemacht, damit ihr mal einen Eindruck von Skopje gewinnen könnt, hier geht’s lang. Nachdem ich über die Mittagszeit jetzt mächtig ins Schwitzen gekommen bin, werde ich mir nach einer kurzen Notwasserung des Astralkörpers noch irgendwo ein schattiges Plätzchen in der Nähe suchen und sehen, was die Getränkekarte so hergibt. Auch jetzt wieder 34°, der Fotoausflug muss heute als Arbeitsnachweis reichen. Morgen fahre ich dann weiter nach Bitola, meinem letzten Ziel in Nordmazedonien. Grüße aus Skopje.

Pristina

Pristina

Pristina ist die noch recht junge Hauptstadt des Kosovo, hier leben etwa 230.000 Menschen, wobei im Umland, also im Verwaltungsbezirk, etwa nochmal so viele leben. Schon als ich in Pristina angekommen bin ist mir aufgefallen, dass hier auffallend viele junge Leute leben. Und das Internet sagt mir, dass Pristina auch als die jüngste – nicht auf die Stadt bezogen – Hauptstadt Europas gilt. Und nicht nur das, die Stadt gilt auch als Ort mit einer der besten Espresso- und Kaffee-Kulturen in Europa. Hier bin ich also am richtigen Ort gelandet… ☕

Die gestrige Fahrt von Prizren nach Pristina war ziemlich kurz und ereignislos. Obwohl ich wieder Autobahnen und Schnellstraßen gemieden habe, waren die 80 Kilometer in knapp eineinhalb Stunden zurückgelegt. Erwähnenswert noch ein Erlebnis vom Morgen. Ich saß um 7 Uhr vor dem Hotel und habe mir ein Zigarettchen gequarzt, als mich ein älterer Mann per Zeichensprache ‚ansprach‘ und mir so andeutete, mit ihm einen Kaffee zu trinken. Es war der Nachbar, etwa in meinem Alter, dem der schon etwas in die Jahre gekommenen Tapetenladen neben dem Hotel gehörte. Da er kein Englisch sprach, habe ich dann mal wieder den albanischen Übersetzer bemüht und so haben wir da etwa eine halbe Stunde auf zwei niedrigen Schemeln gesessen. Er fragte einiges und ich antwortete. Ich habe mich dann mit den albanischen Worten bedankt und verabschiedet und er hat mir noch eine gute Reise gewünscht. Das ist wirkliche Gastfreundschaft, die ich auch im vergangenen Jahr und auf der aktuellen Reise mehrfach erlebt habe. Diese kleinen Dinge machen es aus…

Pristina und die nähere Umgebung habe ich mir gestern Nachmittag und heute ausgiebig angesehen und hier in der Hauptstadt herrscht wirklich ein pulsierendes Leben, nicht nur tagsüber. Gestern bin ich dann u.a. noch etwa 20 Kilometer außerhalb der Stadt gefahren, dort gibt es ein von der Organisation Vier Pfoten geführtes Reservat, die ehemals illegal privat gehaltene Braunbären ein neues und vor allem auch recht großes neues Zuhause bietet.

Pristina ist keine touristische Schönheit im eigentlichen Sinn, aber die Stadt lebt und blüht richtig. Es gibt eine Menge wirklich guter Restaurants, Bar’s und Café’s findet man in der ganzen Stadt verteilt und die sind oft schon morgens früh sehr gut besucht. Wer übrigens gedacht hat, im Kosovo wäre die momentan stattfindende Fußball-WM kein Thema – weit gefehlt. In jeder Bar, in jedem Café und jedem Restaurant läuft ununterbrochen der Fernseher und an der zentralen Fußgängerzone ist eine Fanzone mit Riesenleinwand eingerichtet, wo z. B. gestern Abend auch mächtig der Bär gesteppt hat. Obwohl der Kosovo die Qualifikation für die WM knapp verpasst hat. Viele der jungen Leute hier sprechen übrigens nicht nur Englisch, sondern auch Deutsch. Ich bin heute mehrfach auf Deutsch angesprochen worden und musste auch wieder reichlich Auskunft geben, hat aber immer Spaß gemacht, mich mit den Leuten zu unterhalten.

Überall in der Stadt wird gebaut und renoviert. So wird gerade etwa der Platz vor der zentralen christlichen Kirche neu gestaltet, die zweitwichtigste Moschee wird renoviert und diverse Straßen in der Innenstadt sind gesperrt, weil sie neu geteert werden. Dazu entstehen in den Außenbezirken neue moderne Hochhäuser, die hier generell das Stadtbild prägen. Aber es gibt trotzdem einiges zu sehen, wie etwa die Nationalbibliothek, die für ihre etwas martialisch anmutende Optik mit Kuppeln und Metallnetzen bekannt ist. Von weitem sieht sie spektakulär aus, steht man davor, empfindet man sie eher als hässlich. Ich jedenfalls… Das NEWBORN-Monument war gestern meine erste Anlaufstelle, ein Denkmal im Stadtzentrum, das jährlich neu gestaltet wird und die Unabhängigkeit des Landes symbolisiert.

Auf dem Mutter-Teresa-Boulevard gibt es nicht nur zahlreiche ebenfalls gut besuchte Cafés und Restaurants, auch Edelboutiquen und Geschäfte bekannter westlicher Luxusmarken. In den Seitenstraßen findet man dann die üblichen kleinen ‚Markets‘, Bäckereien, Obstläden, aber auch z.B. Filialen von Rossmann und DM. gesäumt wird. Dazu die erst 2023 eröffnete Mall,  sie gehört zu den grössten Einkaufszentren Südosteuropas. Im Netz habe ich gelesen, dass dort auf rund 115’000 m² über 200 Geschäfte, Restaurants, Cafés und Freizeiteinrichtungen zu finden sind. Ich habe mir einen Besuch übrigens gekniffen, ich bin schließlich nicht zum Einkaufen hier. 😎 Wer also denkt, der Kosovo besteht nur aus Tradition, Geschichte und alten Häusern, der wird hier in Pristina überrascht werden. Aber der Kontrast zwischen den alten Gassen Pristinas, den historischen Gebäuden und dieser hochmodernen Einkaufswelt, der ist schon gut gelungen. Im übrigen kommt man sich hier vor wie auf einer großen Modenschau. Hauptsächlich die jungen Ladys hier sind alle gestylt, als würde an jeder Ecke ein Fotograf lauern.

Mein Lieblingsobjekt war übrigens im Bild hier drüber der Rohbau der serbisch-orthodoxen Kirche Christus der Erlöser. Die steht am Rande des Universitätsgeländes im Zentrum von Pristina, keine 100 Meter von der Nationalbibliothek entfernt. Gebaut wurde sie in den 1990er Jahren, aber nie fertiggestellt aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Serben und dem Kosovo. Morgen werde ich dann wieder weiterfahren, es geht zurück nach Nordmazedonien. Zuerst Skopje und dann Bitola im Süden werden für jeweils 2 Tage die Ziele sein, bevor ich dann weiter nach Griechenland fahre. Natürlich habe ich auch wieder einen Batzen Fotos in Pristina gemacht, die gibt es hier. Auch unterwegs im Kosovo habe ich häufiger mal angehalten um zu knipsen, davon gibt es auch noch eine kleine Sammlung. Genug gearbeitet für heute, ich mache mir jetzt noch einen schönen Nachmittag/Abend. Grüße aus Pristina.