Maribor

Maribor

Gestern Abend und heute habe ich Maribor etwas erkundet. Ich bin vor etlichen Jahren schon einmal hier gewesen, allerdings „nur“ im Rahmen einer Mannschaftstour. Und da kann man nicht wirklich von Erkunden sprechen, wenn man mal von den örtlichen Lokalitäten absieht. Nach meiner Rückkehr zum Campingplatz habe ich den Abend bei ein paar Bierchen mit ein paar Bikerkollegen aus Hessen dann gemūtlich ausklingen lassen.

Tagsüber herrschen hier sehr angenehme Temperaturen um die 20 Grad, allerdings wird es nachts noch ziemlich frisch. Deshalb haben wir auch unsere gestrige abendliche Runde schon um 21 Uhr beendet, sonst wäre uns nachher noch das Bier in der Hand eingefroren. Dank eines sehr guten Schlafsacks und einer Luftmatratze mit integrierter Thermomatte habe ich dann die nächtlichen 4 Grad Celsius auch selig träumend überlebt.

Maribor liegt an der Drau, hat etwas über 100.000 Einwohner und hat, wenn man mal von den am Stadtrand liegenden Industrieanlagen absieht, auch einiges an Sehenswertem zu bieten. Schöne alte Gassen mit einem erstaunlich vielfältigen Angebot an Restaurants , Bars und Cafes, wo ich heute auch noch einige Male halt gemacht habe. Dort habe ich auch gestern Abend noch eine äußerst leckere Pilzsuppe gegessen, sehr zu empfehlen!

Mit den Leuten kommt man ziemlich schnell ins Gespräch und ich habe heute festgestellt, dass sehr viele auch Deutsch sprechen, was angesichts der Nähe zu Österreich nicht verwundert, die Konversation aber zumindest einfach macht. Wenn ich da an meine letztjährige Reise denke, wo man sich oft nur per App oder mit Händen und Füßen „unterhalten“ konnte… Holla die Waldfee.

Und da habe ich mir heute auch gleich ein paar Tipps abgeholt, was man sich dann noch so ansehen könnte. Nach einem längeren Spaziergang durch den Ort bin ich heute im Anschluss dann mal auf den Hausberg Piramida gestiefelt. Der liegt quasi direkt hinter dem Stadtzentrum und ein Weg durch einen Weinberg führt dort hinauf.

Was sich allerdings als ziemlich schweißtreibend herausstellte, denn der Weg ist schon mordsmäßig steil. Weshalb ich dann zumindest für den Rückweg auch die Seilbahn genommen habe, schließlich muss man sich ja nicht gleich am ersten Tag verausgaben. Ich habe keine Ahnung ob Maribor jetzt nicht gerade eine Touristenhochburg ist, jedenfalls war es heute ziemlich leer auf den Straßen.

Bei meiner Rückkehr auf den übrigens sehr schnuckligen und sehr sauberen Campingplatz hat mir der Platzchef Marian dann noch empfohlen, mal eine Kajak- oder Floßfahrt auf der Drau zu machen. Da ich aber heute schon an der Drau spazieren war und da nur mal eine Hand ins Wasser gehalten habe, habe ich das dankend abgelehnt. Hier gibt es zwar an jeder Ecke Frostschutz in Form von Sliwowitz, aber ich will ja morgen schon weiterfahren.

Da ich heute keine Lust mehr habe mir selbst etwas zu brutzeln, habe ich mir eben im Restaurant des Campingplatzes noch einen kleinen Teller landestypischer Balkankost genehmigt. Morgen früh werde ich dann, mit einem kleinen Zwischenstop in Ptuj, Sloweniens ältester Stadt, durch die slowenischen Berge in den Westen des Landes, nach Bled, fahren. Dort am Bleder See soll es ebenfalls einen schönen Campingplatz geben und ich denke, dass die sicher für The Big 1, meine Dackelhütte und mich nochn Plätzchen frei haben.

Ein paar Fotos aus Maribor gibt es hier. Einen schönen Abend noch und Grüße aus Slowenien.

Erstes Ziel erreicht: Maribor

Erstes Ziel erreicht: Maribor

In Maribor bin ich heute gegen 16 Uhr angekommen. Und der Tag hielt vieles bereit… Nach dem Frühstück bei meinem Kumpel Beppi habe ich mich dann früh auf den Weg gemacht, denn es standen noch über 400 Kilometer quer durch die Alpen auf dem Programm. Und in den bayrischen Alpen war es auch noch recht frisch, 2° zeigte das Thermometer und der Himmel war grau. In Kitzbühel/Österreich riss zumindest der Himmel vorübergehend mal auf bei immerhin 8°.

Allerdings erwartete mich eine halbe Stunde später dann eine eher ungeplante Überraschung, denn auf der Felbertauernstraße war die Straße zwar geräumt, aber es lag links und rechts Schnee. Bei Temperaturen von 0° habe ich dann einfach mal darauf vertraut, dass die Ösis die nasse Straße auch gestreut haben. Hatten sie offensichtlich, kein Rutscher oder schlimmeres. Allerdings fing es dann auf knapp 1670 Metern, kurz vor dem Eingang zum Tunnel, auch noch leicht an zu schneien. Da hab ich mir dann auch noch einen Pulli unter der Jacke angezogen und die Griffheizung angeworfen, denn die Finger waren dann doch etwas klamm.

Auf der anderen Seite des Felbertauerntunnels, etwas 1000 Meter tiefer, wurde es dafür aber wieder angenehm. Zweistellige Temperaturen, also Pulli und Griffheizung wieder aus. In Villach habe ich noch eine kleine Kaffeepause eingelegt, bevor es dann ohne weitere ‚Zwischenfälle‘ weiter ging. Zumindest wenn man davon absieht, dass mir ein etwas ambitionierter slowenischer Autofahrer in einer 180°-Kehre auf dem Wurzenpass auf meiner Seite entgegen kam. Ich bin dann links in der Rechtskurve an ihm vorbei, rechts wäre eng geworden…

Hier in Maribor habe ich gerade mein Zelt im Camping Center Kekec aufschlagen. Hier habe ich mit ein paar Bikern aus Hessen ein kleines Zeltlager errichtet. Der Platz liegt im südlichen Teil von Maribor vor einem angrenzenden Waldstück und ist noch von ein paar Hotels umgeben. Ein Supermarkt ist auch fußläufig erreichbar, da werde ich mir nachher noch etwas zu brutzeln und zu trinken besorgen. Heute Abend und morgen werde ich mich dann mal etwas im Städtchen umsehen und übermorgen geht es mit einem kurzen Zwischenstopp in Ptuj wieder quer durchs Land zum Bleder See.

Auch für diese Etappe habe ich mir wieder eine schöne Strecke durch die Berge ins Navi geklöppelt. Morgen gibt’s dann auch ein paar Fotos von Maribor. Das war es wieder in aller Kürze, Grüße aus Slowenien.

#albaniagreece26 startet

#albaniagreece26 startet

Eigentlich wollte ich gestern Nacht schon losgefahren sein, allerdings war hauptsächlich in Bayern für nachts noch Regen angesagt. Ich bin zwar nicht aus Pappe, aber mit dem Motorrad nachts im Regen macht nicht wirklich Spaß. Weshalb ich meine Abfahrt auf heute früh verschoben habe… Zudem habe ich noch eine kleine Planänderung vorgenommen, denn eigentlich wollte ich gleich bis Maribor/Slowenien durchgefahren sein.

Aber vorgestern hat sich mein alter Kumpel Beppi bei mir gemeldet, bei dem ich schon mehrmals im Süden Zwischenstation gemacht habe. Der Beppi hatte bei Facebook von meiner geplanten Reise gelesen und quasi darauf bestanden, dass ich dann in jedem Fall wieder bei ihm in der Nähe von Taufkirchen bei München vorbeischauen muss. Und da ich nicht im Zeitdruck bin, werde ich heute bei ihm und seiner Frau übernachten. Ist auch angenehmer, denn ca. eine Stunde vor meiner Ankunft um ca. 16 Uhr fing es hier auch wieder an zu pieseln. Für morgen sieht es dann allerdings wieder etwas besser aus, so dass ich wohl auf den letzten etwa 450 Kilometer bis Maribor relativ trocken bleiben werde. Durch Österreich und in Slowenien wird dann auch wieder Landstraße gefahren, das macht mehr Spaß wie diese öde Autobahnschaukelei.

In Maribor habe ich 2 Übernachtungen geplant und anschließend werde ich mit einem Zwischenstopp in Ptuj wieder in Richtung Westen an den Bleder See in den Julischen Alpen fahren. Für die Strecke von Ptuj nach Bled habe ich mir schon eine schöne Strecke durch die Berge ins Navi geklöppelt. In der Gegend um Bled möchte ich unter anderem ein paar Touren um die Wintersportgebiete Kranjska Gora und Planica fahren und auch der Vrsic-Pass ist geplant.

Nächstes Ziel nach Bled ist dann Ljubljana, die Höhlenburg Predjama und von dort aus mache ich einen kleinen Abstecher ans Meer in die Kvarner Bucht nach Rijeka/Kroatien. Anschließend geht es über den Nationalpark Plitvicer Seen nach Bosnien/Herzegowina, wo ich dann unter anderem Banja Luka und Sarajewo anfahren werde. Der Plan ist natürlich nicht in Stein gemeißelt, wenn ich unterwegs noch etwas auf der Karte entdecke was sich zum Ansehen lohnt, dann wird der Weg eben geändert. War ja im vergangenen Jahr bei #roadtomongolia2025 nicht anders…

Für dieses Jahr habe ich mir dann vorgenommen, kleine Reiseberichte mit Fotos gleich hier zu veröffentlichen. Den Link gibts natürlich dann auch immer in den Sozialen Netzwerken und bei Instagram wird es in unregelmäßiger Folge mit Sicherheit auch nochn paar Extra-Fotos geben. Ebenfalls neu ist dieses Jahr, dass ich mir mein Tablet eingepackt habe. Denn wie im letzten Jahr alles aufm Handy einzuklöppeln, war teilweise schon echt mühsam.

Ich würde mich freuen, wenn ihr auch 2026 wieder zahlreich an meiner Tour teilnehmen würdet. Herzlichen Dank auch für die vielen guten Wünsche in den Sozialen Netzwerken. So, das soll es erstmal in aller Kürze gewesen sein, die ersten beiden Bierchen sind schon vernichtet. Jetzt gehe ich mit Beppi und seiner Frau erstmal etwas beißen. Grüße aus Bayern.

setoffandtravel
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Unterwegs mit dem Motorrad

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