Transfăgărășan, Transalpina, Budapest und Wien oder Von Rumänien über Ungarn nach Österreich
In Pitesti habe ich am Dienstag dann nochmal übernachtet und dort noch einen Begleiter gefunden, der mit mir die Transfăgărășan und die Transalpina gemeinsam fahren wollte. Seinen Namen will er nicht genannt haben, auch kein Foto von sich im Netz. Da kamen bei mir gleich wieder Erinnerungen an das Frollein A. hoch, ihr erinnert euch sicher auch. Genauso fotoscheu… Aber mein bulgarischer Begleiter nennt sich bei Facebook Anotherbrick Inthewall und immerhin konnte ich ihn dazu bewegen, dann doch ein gemeinsames Foto zu machen und ich habe ihm versprochen, ihn im Netz unkenntlich zu machen. Wie ihr auf dem nachfolgenden Bildchen seht, habe ich mein Versprechen gehalten.


Am nächsten Morgen bin ich also mit Anotherbrick zuerst die Transfăgărășan gefahren, sie gilt als eine der berühmtesten, kurvenreichsten und schönsten Straßen Europas. Sie führt quasi durch/über die Karpaten und in unzähligen Kurven und Kehren ging es rauf auf knapp 2100 Meter. Weil im Bâlea-Tal gelegentlich tiefhängende Wolken die Sicht behindern, wird die Transfăgărășan auch als Straße in den Wolken bezeichnet. Wir aber hatten Glück, Traumwetter abgesehen von einem etwas stärkeren Wind in den Höhenlagen. Die Transfăgărășan war lange Zeit die höchstgelegene Nationalstraße Rumäniens, bis sie durch die 148 Kilometer lange DN 67C, die sogenannte Transalpina, abgelöst wurde. Die Straße ist meistens nur vier Monate im Jahr komplett befahrbar und von November bis Juni wegen Schnee beim Bâlea-Pass unpassierbar. Ein paar Fotos von unserer Fahrt gibt es hier.

Am Nachmittag sind wir dann vom Zielort der Transfăgărășan gleich zum Start der Transalpina nach Sebes weitergefahren und haben dort auf einem kleinen aber feinen Campingplatz übernachtet. Schon ziemlich früh am nächsten Morgen haben wir dann die Transalpina unter die Räder genommen und das zahlte sich aus. Kaum Verkehr, traumhaftes Wetter, mehr konnte man sich nicht wünschen. Nach einem gemeinsamen Kaffee am Mittag habe ich mich dann von meinem zweitägigen Begleiter Anotherbrick Inthewall verabschiedet, der sich von dort auf den Weg nach Hause gemacht hat. Hier gibt es ein paar Fotos von der Transalpina. Ich bin danach noch 270 Kilometer quer durch Rumänien gefahren und habe kurz vor Timisoara wieder einen kleinen, aber sehr schönen und gepflegten Campingplatz gefunden.


Am Freitag gab es dann mal wieder eine etwas längere Etappe über knapp 360 Kilometer von Timisoara/Rumänien bis Budapest. Ewig lange und flache Landstraßen, eigentlich hätte ich dort freihändig fahren und während der Fahrt noch ein Nickerchen machen können. 🙄 Selten mal eine Ortschaft durchquert und noch seltener zumindest mal der Ansatz einer Kurve. Dafür links und rechts abgeerntete Getreidefelder und riesige Flächen mit verblühten Sonnenblumen. Ich war froh als ich in Budapest angekommen bin und habe dann gleich noch eine kleine Rundfahrt durch Budapest gemacht, eine sehr schöne Stadt. Wir sind ja im vergangenen Jahr schon in Budapest gewesen und die Stadt hat schon einiges an Sehenswertem zu bieten. Nachdem ich meine Dackelhütte auf einem Campingplatz direkt an der Donau etwas außerhalb der Stadt aufgebaut hatte, bin ich abends nochmal kurz zum Essen in die Stadt gefahren und eigentlich wollte ich da auch noch einen längeren Gang durch Budapest machen. Allerdings hatte mich die öde Fahrerei durch Ungarn mehr geschlaucht als doppelt so lange Tagesetappen im vergangenen Jahr. Fotos aus Budapest gibt es hier.



Gestern morgen habe ich mich dann auf den Weg zum Goldwing-Kollegen Manfred Galeta gemacht. Eigentlich wollte ich eine andere Strecke fahren, da es dort unterwegs allerdings großflächig brannte, bin ich über die Slowakei zu Manfred (auf dem Foto hinten rechts) in die Nähe von Györ gefahren. Dort haben wir dann ein paar Stündchen im Kreis seiner Familie gesessen, getrunken, gegessen, gequatscht, was man halt so macht wenn man sich trifft. Gegen 15 Uhr bin ich dann in Richtung Wien gefahren und gegen 18 Uhr bin ich in Sulz im Wienerwald angekommen, etwa 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Und wieder einen tollen Campingplatz auf einem alten Bauernhof mit angeschlossenem Reiterhof gefunden. Sehr idyllisch gelegen in toller Umgebung. Heute habe ich dann noch einen kleinen Ausflug in die Stadt gemacht und heute Nachmittag noch bei Klaus Hübner vorbei geschaut. Bisher kannten wir uns nur virtuell, aber Klaus ist schon mehrmals mit dem Motorrad in der Mongolei gewesen und hat mir im vergangenen Jahr auch einige gute Tipps für die Reise gegeben. Mit ihm habe ich mich dann auch länger unterhalten und mich auch gefreut, dass wir uns endlich mal persönlich kennenlernen konnten. Nur das gemeinsame Abschiedsfoto haben wir nach all der Quatscherei glatt vergessen. 🙄 Aber zumindest in Wien habe ich noch ein paar Bilder gemacht, die gibt es hier.

Wahrscheinlich werde ich morgen zuerst einmal immer schön an der Donau entlang in Richtung Linz fahren und dann noch ein paar Tage in Bayern bleiben. Schaun mer mal… Grüße aus Österreich. 👋










