Wanderung im Triglav-Nationalpark

Wanderung im Triglav-Nationalpark

Heute morgen um 8 Uhr bin ich zu einer kleinen Wanderung aufgebrochen. Der Triglav-Nationalpark ist das einzige Nationalparkgebiet in Slowenien und liegt, angrenzend an Bled, auch in den Julischen Alpen. Typisch sind herrlich gelegene alpine Wiesen und große Lärchenwälder. Es soll hier auch Steinböcke, Gämsen und Braunbären geben, mir sind allerdings nur 2 turtelnde Murmeltiere und mehrere Kriechtiere begegnet.

Der Park erstreckt sich über den gesamten Bereich des slowenischen Teils der Julischen Alpen und umfasst ein Gebiet von 838 km². Hier zieht es vorwiegend Wanderer hin, ich habe aber heute auch einige Kanufahrer gesehen und mehrere Rudel Mountainbiker sind mir auch begegnet. Natürlich bin ich heute nicht durch den kompletten Nationalpark gelaufen, das wäre innerhalb eines Tages auch ambitioniert.

Aber immerhin knapp über 18 mitunter schweißtreibende Kilometer wurden heute Nachmittag auf meiner unbestechlichen Pulsuhr angezeigt. Und es ging immer munter bergauf und bergab und ich könnte mir vorstellen, dass morgen früh zumindest ein kleiner Muskelkater spürbar ist. Unterwegs wurden auch Raftingtouren angeboten, dazu war mir aber das Wasser noch etwas zu kalt. Etwas ‚mimimi‘ muß in meinem Alter erlaubt sein… 😎

Wie ich heute noch erfahren habe, werden auch geführte Bergtouren zum Triglav, dem Namensgeber des Nationalparks und mit fast 2900 Metern der höchste Gipfel in Slowenien, angeboten. Diese Touren dauern aber in der Regel zwischen 10 und 12 Stunden. Eher nichts für mich, mir hat der Offroad-Spaziergang heute voll und ganz gereicht und für eine Bergsteigerausrüstung fehlt der Platz auf dem Moped.

Grundsätzlich ist der Zugang zum Nationalpark Triglav kostenfrei. Jedoch wird an einigen Sehenswürdigkeiten Eintritt verlangt. Wer aber mal so ein paar Tage Aktivurlaub machen möchte, der ist hier in jedem Fall gut aufgehoben. Jetzt werde ich noch ein bisschen meine altersmäßig beanspruchten Waden etwas unter kaltes Wasser halten, damit sich morgen der Muskelkater in Grenzen hält. Denn schon in 2 oder 3 Tagen steht der nächste Wandertag im Kalender, diesmal im Nationalpark Plitvicer Seen in Kroatien.

Aber eines nach dem anderen. Morgen früh fahre ich zuerst einmal nach Ljubljana, etwa 70 Kilometer entfernt, und werde mir zumindest ein paar Stündchen das Zentrum etwas ansehen. Später dann noch ein Zwischenstopp mit Besichtigung der Höhlenburg Predjama und von dort aus wollte ich eigentlich gleich weiter zu den Plitvicer Seen in Kroatien fahren. Dürfte zeitmäßig aber wohl etwas knapp werden, so dass ich wahrscheinlich in der Gegend um Rijeka noch eine Übernachtung machen werde.

Heute Abend werde ich vorne bei Miro noch etwas Futter schnappen in der Hoffnung, dass der Gauner mir nicht schon wieder eine Sahneschnitte andrehen möchte. Das war es dann wieder in Kürze. Ein paar Fotos vom heutigen Tag gibt es hier. Ich bin dann mal Waden kühlen, Grüße aus Slowenien.

Der Bleder See, Krajnska Gora, Planica und der Vrsic-Pass

Der Bleder See, Krajnska Gora, Planica und der Vrsic-Pass

Nach einem erneuten und diesmal frühen Spaziergang um den See heute morgen, dieses mal auch bei besserem Wetter, habe ich anschließend noch eine kleine Tour in die angrenzenden Wintersportgebiete von Slowenien gemacht. Krajnska Gora und Planica dürften ja Wintersportfans ein Begriff sein. Aber es ist auch sonst eine tolle Gegend da oben, nicht nur im Winter. Die wunderschön gelegenen Bergseen haben es mir besonders angetan. Etwa 2 Stunden habe ich die Gegend etwas erkundet, ein paar Fotos des Gebietes um Krajnska Gora und Planica könnt ihr euch hier ansehen. Fotos von meinem Spaziergang um den Bleder See gibt es hier.

Zurück bin ich dann über den Vršič-Pass gefahren. Er ist mit knapp über 1600 Metern der höchste Straßenpass Sloweniens und die kurvenreiche Panoramastraße ist ein Klassiker für Radsportler und Motorradfahrer. Aber auch ein heimtückischer, denn die zahlreichen 180°-Kehren sind mit Kopfsteinpflaster garniert. Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat aber vielleicht ist ja Asphalt Mangelware in Slowenien. In einer der Kehren habe ich noch zwei andere Motorradfahrer, Holländer, getroffen. Kurzes Benzingespräch, eine gemeinsame Zigarette und wir waren uns einig, dass diese Strecke trotz Kopfsteinpflaster schon ziemlich genial ist, vor allem landschaftlich. Die beiden düsten dann wenig später in die entgegengesetzte Richtung weiter.

Unterwegs gibt es dort auch reichlich Übernachtungsmöglichkeiten in Berghütten, falls mal jemand Interesse haben sollte. Auch hier habe ich ein paar Mal angehalten und Fotos gemacht, die gibt es hier. Kleiner Fun-Fact heute morgen auf dem Campingplatz. Ich bin ja jetzt nicht so der typische Frühstücker, abgesehen vom morgendlichen Kaffee. Vor 10 Uhr feste Nahrung – nicht so mein Ding. Den Kaffee habe ich mir heute früh in dem kleinen „Restaurant“ am Campingplatz genehmigt, während ich mit  Miro, dem Betreiber des Platzes, noch ein Schwätzchen gehalten habe.

Und Miro wollte mich dann überzeugen, dass man ohne Frühstück nicht losgehen oder fahren könne. Und er hat mich dann solange bequatscht, so dass ich dann eingewilligt habe, etwas zu essen. „Irgendwas typisch Slowenisches“ habe ich dann auf seine Frage, was ich denn haben wollte, geantwortet. „Und nicht so viel…“ 5 Minuten später steht Miro wieder am Tisch, grinst wie ein slowenisches Honigkuchenpferd und hält mir einen Teller mit einer übergroßen Sahne-Cremeschnitte unter die Nase. „Nicht dein Ernst?“ sage ich zu ihm und habe ihn wahrscheinlich so entgeistert dabei angesehen, als hätte ich gerade erfahren, dass ich 6 Richtige im Lotto hatte.

Die Cremeschnitte war im übrigen so groß, dass ich wirklich kurz überlegt habe, ob ich sie als Sozius auf dem Motorrad anmelden muss. Sie war bestimmt auch köstlich, allerdings bin ich für so süßes Zeug höchstens einmal im Jahr zu haben. Und dieses eine Mal war nicht heute! Und erst recht nicht zum Frühstück! Während Miro mittlerweile, wahrscheinlich wegen meines entsetzten Gesichtsausdrucks, in einem kleinen Lachflash gefangen war, konnte ich ihm aber dann glaubhaft versichern, dass ich ihm die Cremeschnitte unverdaut entgegen spucken würde, wenn er auf ihrem Verzehr bestehen würde.

Das hat er mir wohl geglaubt, wenn auch etwas widerwillig. Danach habe ich mich schnell verdrückt, bevor er noch auf andere Gedanken gekommen wäre. Morgen werde ich dann noch eine Wanderung durch den ebenfalls nicht weit entfernten Triglav Nationalpark machen, bevor es dann übermorgen mit einem Zwischenstopp in Ljubljana und der Höhlenburg Predjama nach Kroatien geht. Und jetzt erstmal Futter fassen, diesmal im Restaurant. Grüße aus Slowenien.

Über Ptuj nach Bled

Über Ptuj nach Bled

Heute morgen bin ich schon ziemlich früh zuerst nach Ptuj gefahren, wo ich nach meiner Ankunft zuerst einmal gefrühstückt habe. Danach bin ich ca. 3 Stunden durch die Stadt spaziert und habe natürlich auch dort ein paar Fotos gemacht, die ihr euch hier ansehen könnt. Gegen halb 12 habe ich mich dann auf den Weg nach Bled gemacht, etwa 200 Kilometer weiter westlich gelegen, auf überwiegend gut ausgebauten Gebirgsstraßen. Und natürlich habe ich auch unterwegs oft angehalten um Fotos zu machen oder einfach nur die Landschaft zu genießen.

Und obwohl das Wetter eigentlich überwiegend sonnig war, wurde es dann in den höheren Lagen doch zeilweise etwas frisch. Da oben bin ich unter anderem an einem kleinen See vorbeigefahren, der noch teilweise zugefroren war. An einer tiefer gelegenen sonnigen Gebirgswiese habe ich dann auch noch ein längeres Päuschen eingelegt, mich wieder etwas aufgewärmt, den Gaskocher angeworfen und mir noch ein „Käffchen on the go“ genehmigt.

Gegen 15 Uhr bin ich hier am Campingplatz am Bleder See angekommen. Der liegt wirklich sehr schön am Ufer des Sees und hier werde ich auch 2 oder 3 Tage bleiben, denn ich möchte von hier aus auch noch ein paar Touren u.a. über den Vrsic-Pass und die Wintersportorte Krajnska Gora und Planica unternehmen. Und wenn das Wetter weiter mitspielt, steht auch noch eine Wanderung durch den angrenzenden Triglav Nationalpark auf dem Zettel.

Erstmal hier am Bleder See häuslich eingerichtet und dann gleich mal von Jette und Meikel aus Dänemark, die mit ihrem Wohnmobil über den Balkan touren, zum Empfangs-Bierchen eingeladen worden. Danach bin ich dann noch eine Runde um den See gegangen. Die Runde ist knapp 6 Kilometer lang und unterwegs zogen ein paar dunkle Wolken auf, es blieb aber trocken. Ein paar Fotos habe ich schon auf meinem Insta-Account hochgeladen, könnt ihr euch dort ansehen. Einfach im nächsten Absatz auf den Link klicken. Gleich habe ich mir das Abendessen dann aber auch redlich verdient. Heute gibt es Burger vom Gasgrill, dazu selbst gemachten Salat.

Morgen früh werde ich sicher noch ein paar mehr Fotos machen und die gibt es dann auch hier im Blog. Jetzt muss ich aber erstmal meine Campingküche vorbereiten, ich habe nämlich Kohldampf. Grüße aus Slowenien.

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