Einmal morgens, einmal abends

Einmal morgens, einmal abends

Kötschach-Mauthen in Kärnten, nahe der italienischen Grenze, dient nun ja im Moment als Start- und Zielort für meine täglichen Touren. Gestern habe ich gleich mal eine große, knapp 460 Kilometer lange Tour durch die Dolomiten gefahren. Da der Plöckenpass, der hier quasi direkt vor der Haustür beginnt und auf dessen Scheitelpunkt 8 km weiter oben die Grenze zu Italien ist, leider noch auf unbestimmte Zeit wegen eines Erdrutschs gesperrt ist, kann man entweder durch das Lesachtal oder über die Gailberghöhe „ausreisen“.

Die Gailberghöhe ist dabei aber meine bevorzugte Route. Von Oberdrauburg aus folgen nämlich bergauf einige zackige Serpentinen und von der Gailberghöhe in Richtung Kötschach kann man die GummiQ über eine schöne kurvige Straße nach Herzenslust fliegen lassen. So richtig nach meinem Geschmack! Ich kenne die Strecke ja noch, da ich vor ein paar Jahren schon einmal hier war. Damals allerdings mit der GoldWing, da waren die Serpentinen eher nicht so der Kracher, vor allem die Innenkurven berghoch. Da hat es einige Male gekratzt…

Landkarte

Morgen werde ich mal über den Wurzenpass nach Slowenien hinüber fahren und am Mittwoch stehen die Nockalmstrasse und das Maltatal mit Kölnbreinsperre auf dem Tourenkalender. Das Wetter soll allerdings wieder ziemlich hitzig werden, das einzige was ich nicht unbedingt haben muss. Ein paar Grad kühler unterm Plastikhütchen wären mir lieber. Aber warum aufregen, ich hab doch Urlaub…

Die Zeichen stehen auf Camping

Die Zeichen stehen auf Camping

Da ja im nächsten Jahr häufig auch Camping auf dem Stundenplan stehen wird, habe ich in der vergangenen Woche mal wieder das Zelt rausgekramt, im Garten aufgebaut und nachgesehen, ob die Behausung überhaupt noch reisetauglich ist. Ist sie, soviel vorweg. Das Robson 2 ist eigentlich ruckzuck aufgebaut, ich habe mal probeweise die Zeit gestoppt und nach genau 4 Minuten und 44 Sekunden stand es so, wie auf den Fotos zu sehen. Gut, perfekt gespannt gebe ich auch nochn Minütchen zu…

zelt robson 2

Die beiden einzigen Stangen sind gleich lang, also auch für ungeübte kein Hexenwerk, das tragbare Häuschen aufzustellen. Das Zelt bietet ausreichend Platz, hat ein akzeptables Packmaß und kein hohes Gewicht. Das Außenzelt ist 3,30 Meter lang, 1,75 Meter breit und 1,20 Meter hoch. Das eingehängte Innenzelt ist 2,20 Meter lang, 1,65 Meter breit und 1,10 Meter hoch. Sollte also reichen, um nicht an Platzangst zu verenden. Das Innenzelt ist zudem atmungsaktiv und mit Moskitonetzen verschließbar, am Außenzelt gibt es zudem 2 große Belüftungsöffnungen.

zelt robson 2

In der vorderen Apsis, zu der auch noch eine Bodenplane gehört, die ich aber nicht mit ausgepackt habe, können auch Dinge verstaut werden, ohne bei Regen zu überfluten, Kochgeschirr zum Beispiel oder streng riechende Motorradstiefel… Mit 4000 mm Wassersäule am Außen- und 5000 mm am Innenzelt darf es auch mal etwas heftiger regnen. Im August werde ich wahrscheinlich noch eine kleine Campingtour an die Nordsee machen und sehen, ob der erste Eindruck getäuscht hat. Wenn nicht, dann geht das Robson 2 ab April 2025 mit auf große Reise.

zelt robson 2
Kleiner Ausflug bei Bullenhitze

Kleiner Ausflug bei Bullenhitze

Angesichts der vorhergesagten Hitze wollte ich eigentlich heute überhaupt nicht fahren. Aber was Mann sich vornimmt, muss ja nicht immer funktionieren. Der Weg führte ins Sauerland, unter anderem nach Willingen und Winterberg. Natürlich wurde auch die obligatorische Eispause eingehalten, sogar dreimal. Trotzdem bin ich auf dem Rückweg fast mit der Sitzbank verschmolzen. Aber wir Mopedfahrer sind ja bereit zu leiden, wenn es um unsere Lieblingsbeschäftigung geht…

goldwing gl1500