In Griechenland angekommen
Erwartungsgemäß verlief auch der Grenzübertritt von Nordmazedonien nach Griechenland ziemlich zügig. Während der mazedonische Zöllner wenigstens noch Reisepass und Fahrzeugschein kontrollierte, begnügte sich sein griechischer Kollege mit einem Blick auf mein Nummernschild und ließ dann ein knappes ‚Go‘ verlauten. Willkommen in der EU. Ich hatte mir am Tag zuvor eine Strecke durch die Berge herausgesucht, u. a. über den alten Katara-Pass, der mit einigen spektakulären Verwerfungen und auch Erdrutschen aufwartete. Zwischendrin mal wieder schottrigen Abschnitte, aber nichts was jetzt nicht passierbar war. Insgesamt war es zwar ein kleiner Umweg, der sich aber in jedem Fall gelohnt hat. Gegen Mittag habe ich dann Thessaloniki erreicht, die zweitgrößte Stadt Griechenlands, mit ihrem Ballungsraum ungefähr so groß wie meine Heimatstadt Köln.


Der Verkehr ist allerdings – zumindest gefühlt – zigmal extremer. Zudem stand ich buchstäblich an wirklich jeder roten Ampel und von denen gibt es im Innenstadtbereich reichlich. Allerdings haben die hellenischen Verkehrsplaner von ‚Grüner Welle‘ höchstens mal gelesen und das noch nicht einmal verstanden. Da die Straße aber auch zu einem großen Teil direkt am Meer entlang führt, habe ich dann mal zum auslüften angehalten. Stop and Go bei weit über 30° und dicken Klamotten über dem Pelz machen nicht wirklich Spaß. 🥴 Etwa 30 Kilometer weiter habe ich dann einen Campingplatz direkt am Meer gefunden, schön gepflegt, Restaurant, kleiner Market, Gartenbar, alles perfekt. Allerdings rufen die griechischen Besitzer auch stolze Preise auf, so z.B. Zelt, Motorrad und ich, eine Übernachtung 40€. Das ist schon ein guter Kurs, da übernachtet es sich in der Eifel billiger und wahrscheinlich sogar in festem Gemäuer. Und die Wohnmobilisten die hier stehen, dürfen sogar den doppelten Kurs in die Tasche des Eigentümers stecken. Da bekommt man auch schon ein nettes Hotelzimmer für… Aber Angebot und Nachfrage regelt den Preis und ich habe trotzdem mal 2 Übernachtungen festgemacht.


Gestern habe ich dann nur noch den faulen Hubäät gemacht und konnte mich nachmittags nur noch zu einem kurzen Strandspaziergang und abends einem kurzen Rundgang im nahen Städtchen aufraffen. Dafür aber mit Sonnenuntergang, für die Romantiker. Den Strandspaziergang habe ich heute früh nochmal wiederholt, etwa 4 Kilometer hin und zurück. Und lediglich ein paar morgendliche Schwimmer ließen sich sehen, wobei sich der Andrang hier erfreulicherweise noch sehr in Grenzen hält. Das dürfte spätestens im nächsten Monat schon ganz anders aussehen… Um die Mittagszeit habe ich dann noch eine etwa dreistündige Erkundungsfahrt durch die angrenzenden Berge und zu einigen wirklich toll gelegenen und ebenfalls noch ziemlich leeren Buchten gemacht. Gut, ich bin jetzt nicht so der Typ Sonnenanbeter, aber die dürften hier ihr Eldorado finden. Einige Bilder habe ich unterwegs gemacht und mit ein paar Schnappschüssen von der gestrigen Fahrt könnt ihr euch die Fotos hier ansehen.


Morgen früh werde ich dann ziemlich früh nach Thessaloniki fahren und mich dort wenigstens ein bisschen umsehen. Für ausgiebigere Erkundigungen fehlt mir bei den Temperaturen der Drang aber um ein paar halbwegs brauchbare Fotos zu knipsen, wird der Antrieb schon noch reichen. Anschließend wollte ich dann eigentlich nach Meteora zu den weltbekannten Felsenklöstern weiterfahren, aber es gibt mal wieder eine Planänderung. Denn mein alter Kumpel und langjähriger Zockerkollege Willi macht quasi genau gegenüber von mir gerade Urlaub. Und da Katerini auf dem Weg zu den Meteorenklöstern liegt, bietet sich ein kleiner Besuch geradezu an. Also habe ich mir kurzfristig in seiner Nähe noch eine Übernachtung in einem Appartement gebucht und werde mich morgen mit ihm in Katerini treffen. Die Klöster werden dann erst übermorgen auf dem Plan stehen. Hier in Griechenland ist es ja im Moment zumindest noch etwas erträglicher als daheim aber ihr solltet trotzdem aufpassen, beim lesen dieses kleinen Beitrags nicht das Display voll zu tropfen. In diesem Sinne: Grüße aus Epanomi. 👋












