Ioannina

Ioannina

Ioannina, der Name wird eigentlich „Janina“ ausgesprochen, ist die Hauptstadt der Region Epirus im Nordwesten Griechenlands. Ioannina ist etwa 60 Kilometer von der albanischen Grenze und etwa 80 Kilometer von der westlich liegenden Hafenstadt Igoumenitsa entfernt, von der u.a. Fähren zur Insel Korfu und nach Italien fahren. Die Stadt hat etwa 65000 Einwohner und liegt am Ufer des Pamvotida-Sees. Außer einer osmanischen Festung mit integrierter Moschee und die pittoreske Altstadt mit ihren teils schon etwas baufällig wirkenden alten Häuschen hat die Stadt jetzt nicht so viel zu bieten, dafür aber das Umland, dass ich in den nächsten paar Tagen auch noch erkunden werde. Ziele werden da unter anderem die Zagorochoria-Dörfer und die Vikos-Schlucht sein, aber natürlich habe ich mir Ioannina heute auch angesehen. Durch das die Stadt umgebende Pindos-Gebirge, durch das ich auf der Fahrt von Meteora hierher auch gefahren bin, herrscht hier übrigens ein recht angenehmes Klima und allgemein wird es hier nicht ganz so heiß wie im übrigen Griechenland. Das hat mir Kostas, der Vermieter meines Appartements, verraten und ich will hoffen, dass er nicht gelogen hat.

Hauptsächlich warte ich hier in Ioannina noch auf meinen Kumpel Rama, der heute noch in Bosnien ist und langsam auf Sarajevo zusteuern dürfte. Ich habe mit Kostas ausgemacht, dass ich wahrscheinlich für 3 oder 4 Tage hier sein werde, könnte aber zur Not auch noch verlängern. Schaun mer mal… Wir sind ja nicht im Stress und auch nicht auf der Flucht. 😎 Gestern habe ich im Supermarkt um die Ecke noch etwas eingekauft, so langsam kommt mir nämlich das Restaurant-Essen an den Ohren heraus. Gestern Abend z.B. gab es kleine Küche: 2 Mettwürstchen mit Spiegelei. Und für heute Abend werde ich mir mal etwas aus dem See brutzeln, um 17.30 Uhr soll ich bei einem der ansässigen Fischer sein. Hat auch Kostas vermittelt, pfiffiges Kerlchen!

Gestern Abend und heute Vormittag habe ich dann mal einen Gang durch die Stadt gemacht. Vom Appartement führt eine Straße etwa 2 Kilometer immer schön am See entlang direkt bis zur Festung. Die Burg von Ioannina (Kastro) ist die älteste byzantinische Burg Griechenlands. Sie ist sogar noch bewohnt und im Inneren gibt es u.a. noch das byzantinische Museum sowie die Aslan-Pascha-Moschee. In der bunten Altstadt mit ihren vielen kleinen Gässchen habe ich manchmal gedacht, dass so einige Gebäude doch unmöglich noch genutzt werden. Doch auf dem Rückweg zum Appartement habe ich dann gesehen, dass hinter den mit Graffiti ‚verzierten‘ und mit Plakaten beklebten Rolltoren tatsächlich überall noch Geschäfte waren. U.a. gibt es hier in der Stadt noch sehr viele Kunsthandwerker und die Silberschmiede besitzen einen sehr guten Ruf. Einige Fotos von meinem Spaziergang könnt ihr euch hier ansehen. Da wir ja hier in Griechenland eine Stunde Vorsprung haben, muss ich mich jetzt mal um meinen Fisch kümmern, Grüße aus Ioannina.

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