Sofia

Sofia

Gestern Abend habe ich mit Ben und Lindsay, meinen Zimmernachbarn hier im Green House, noch einen etwas ausgedehnteren Zug durch die Gemeinde gemacht und das Abendleben in Sofia erkundet. Und ich muss sagen: Hier ist ganz schön der Bär los! 👍 Meine Zimmernachbarn kommen aus dem schönen Wisconsin und erkunden gerade Europa als Backpacker. Die nächste und auch letzte Station der beiden wird die Türkei sein, von wo sie dann auch wieder nach Hause in die Staaten fliegen. Wenn Ben allerdings weiter so am Bier nascht wie gestern Abend, dann habe ich doch Zweifel ob die beiden nochmal nach Hause kommen, denn heute morgen hat er sich nach eigener Aussage gefühlt, als wäre er von einem Auto überfahren worden. Tja, trinken mit Amateuren, immer wieder lustig…

Ich bin dann heute früh zu einem Stadtbummel aufgebrochen und ich muss sagen: Hat sich gelohnt, dass ich über Sofia gefahren bin. Eigentlich stand die Stadt schon im vergangenen Jahr bei #roadtomongolia2025 auf dem Reiseplan, weil Frollein A. von Rumänien aus aber lieber direkt ans Schwarze Meer wollte, haben wir Sofia ersatzlos gestrichen. Was mir besonders aufgefallen ist, das Sofia im Gegensatz zu vielen Städten des Balkans sehr sauber ist, auch heute am Sonntag wuselten hier wieder eine Menge Kehrmännchen durch die Stadt. Zudem hatte ich wieder das ‚Glück‘, das mein kleines Hotel im Zentrum quasi von einigen Sehenswürdigkeiten umgeben ist. Sofia hat rund 1,3 Millionen Einwohner, ist damit etwas größer als Köln und auch die größte Stadt Bulgariens. Sie liegt im Westen des Landes, direkt am sehr schönen Witoscha-Gebirge. Sofia ist übrigens eine der ältesten dauerhaft besiedelten Städte Europas. Das hat heute zumindest eine Stadtführerin einer Reisegruppe erzählt und ich gebe es jetzt mal ungeprüft so weiter in der Hoffnung, dass sie nicht gelogen hat. Zur Römerzeit hieß die Stadt im übrigen Serdica und war ein bedeutendes Verwaltungszentrum des Römischen Reiches. Und das Sofia die Hauptstadt von Bulgarien ist, brauche ich ja wohl niemandem mehr zu erzählen.

Noch ein Wort zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Da sticht vor allem die beeindruckende Alexander-Newski-Kathedrale, die als eines der Wahrzeichen Bulgariens gilt, heraus. Ich bin gestern bei meiner Ankunft nicht nur daran vorbei gefahren, sondern auch gleich mal reingegangen. Die Kathedrale habe ich heute übrigens gleich nochmal besucht, sie liegt auch nur knapp 500 Meter vom Hotel entfernt. Die antiken römischen Ruinen von Serdica hier im Stadtzentrum, die teilweise in eine moderne Metro-Station integriert wurden, sind noch erwähnenswert, genauso wie die Banja-Baschi-Moschee aus der osmanischen Zeit, auch gleich hier um die Ecke. Dazu noch einige imposante Gebäude rings um den Präsidentenpalast, der Vitosha-Boulevard, Sofias beliebte Einkaufs- und Flaniermeile, eine Unzahl an weiteren Kirchen, die ich mir allerdings nicht alle angesehen habe. Mit Ausnahme noch der St. Georgs-Rotunde Kirche, die versteckt in einem Innenhof hinter dem Hotel Balkan liegt und die als das älteste vollständig erhaltene Gebäude Bulgariens gilt.

Heute Abend, wenn es hoffentlich wieder etwas abgekühlt hat, werde ich mit dem amerikanischen Pärchen noch etwas futtern gehen, wir haben bei unserem kleinen Zug durch die Gemeinde am gestrigen Abend ein türkisches Restaurant hier in der Nähe entdeckt. Und morgen früh werde ich durch die Berge fahren und dem Motocamp Bulgaria noch einen Besuch mit Übernachtung abstatten, bevor ich dann übermorgen nach Rumänien weiterfahre. Und zum Schluss gibt es noch eine Menge Fotos aus Sofia. Grüße aus Bulgarien. 👋

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