Über Edirne und Plowdiw nach Sofia

Über Edirne und Plowdiw nach Sofia

Gestern morgen bin ich ganz früh aufgestanden und schon um 10 nach 5 vom Hotel in der Istanbuler Altstadt Sultanahmet losgefahren. Und es war wirklich ganz wenig Verkehr, selbst um diese frühe Uhrzeit hatte ich eigentlich deutlich mehr erwartet. Als ich Istanbul dann nach 55 Kilometern endgültig verlassen hatte, lagen noch etwa 220 Kilometer Landstraße auf dem Weg nach Edirne vor mir. Die Straße verläuft fast parallel zur Autobahn, ließ sich prima fahren und auch hier hielt sich der Verkehr in Grenzen. Und was im Weg war, wurde überholt… 😎 Schon um 9 Uhr bin ich in Edirne angekommen und gleich ein bisschen durch die Stadt gelaufen und gefahren. Edirne ist jetzt nicht gerade ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, aber ein paar Motive habe ich schon gefunden, die ihr euch hier ansehen könnt. Edirne ist eine historische Stadt im Nordwesten der Türkei, nahe der griechischen und bulgarischen Grenze. Sie war vor Istanbul die Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Mit ihren 400.000 Einwohnern wirkte sie auf mich, verglichen mit dem riesigen 20-Millionen-Einwohner-Molloch Istanbul, fast idyllisch. Sehenswert auf jeden Fall die Selimiye-Moschee, auch eines der vielen UNESCO-Weltkulturerbe der Türkei, die historischen Basare sowie noch einiges an Architektur aus der osmanischen Zeit.

Nach meinem kleinen Stadtrundgang bin ich dann knappe 10 Kilometer weiter bis zur Grenze gefahren. Mein Freund Levent Baki hatte mich in Istanbul gewarnt, dass es dort ziemlich voll sein könnte. Es war auch einiges los, allerdings habe ich mich gleich ganz außen an den 8!! Reihen mit Autos vorbei geschlichen, kurze Passkontrolle und schwupps war der Hannes durch. Bei den bulgarischen Kollegen wurde ich gleich nach vorne gewinkt, ein Blick auf meine Fahrzeugpapiere geworfen und in 20 Minuten war ich in Bulgarien. Dürfte für diesen Grenzübergang fast rekordverdächtig sein… Anschließend bin ich dann noch gute 160 Kilometer weiter bis Plowdiw gefahren. Nach einer Dusche und einem kleinen Abendessen in einem der zahlreichen Futterstände in der Umgebung des Hotels bin ich dann noch ein Stündchen durch die Stadt gegangen. Allerdings wurde der Abend nicht lang, schließlich war ich ziemlich früh aufgestanden und lange auf den Beinen. Und die Hitze des Tages hatte mich auch ziemlich schlapp gemacht. Einen kleinen Stadtrundgang habe ich dann heute Vormittag gemacht, bei doch noch deutlich angenehmeren Temperaturen.

Plowdiw ist die zweitgrößte Stadt Bulgariens und gilt als eine der ältesten durchgehend bewohnten Städte Europas. Sie liegt etwa 140 km südöstlich von Sofia und hat rund 330.000 Einwohner. Wenn man Plowdiw jetzt noch nicht gesehen hat, dann muss nicht gleich Selbstmord begehen. Aber zum Beispiel das historische Römische Theater, dass noch heute für Konzerte genutzt wird und die Altstadt mit ihren Kopfsteinpflastergassen und den farbenfrohen Häusern aus der bulgarischen Wiedergeburtszeit sind schon sehenswert. Auch in Plowdiw habe ich natürlich ein paar Fotos gemacht, die gibt es hier. Am frühen Nachmittag bin ich eben in Sofia angekommen und das dürfte wieder eine Steigerung an Sehenswertem sein. Auf dem Weg zum Hotel bin ich u.a an der imposanten Alexander-Newski-Kathedrale vorbei gefahren und die sieht nicht nur von außen gut aus weil ich davor stehe, auch von innen ist sie sehr schön.

Im Umkreis meines kleinen, grünen schnuckligen aber sehr gemütlichen Hotels, dass in einem versteckten Hinterhof im Zentrum von Sofia liegt, gibt es noch mehr sehenswertes. Das werde ich mir aber erst morgen ansehen, da habe ich noch einen ganzen Tag für eingeplant. Ein schönes Wochenende und Grüße aus Bulgarien. 👋

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